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Das Konzept

Tierheime in Portugal
Das Tierheim ist niemals eine wirkliche Alternative für einen Hund, weder in Deutschland noch hier in Portugal. Der große Unterschied zwischen einem deutschen und einem portugiesischen Tierheim liegt jedoch in den Verhältnissen bzw. Zuständen, in denen die Hunde hier in Portugal leben bzw. besser gesagt vegetieren müssen. Das, was wir hier täglich erleben, wäre in Deutschland wirklich undenkbar, und das, was sich hier „städtisches Tierheim“ nennt, ähnelt eher einem Hundeschlachthof als einem Heim für Tiere. Wir haben bewusst auf unserer Website keine Bilder aus diesen Heimen veröffentlicht, denn wir gehen davon aus, dass die meisten Tierfreunde in Deutschland um die grausamen Verhältnisse im Süden wissen und derartige Bilder ohnehin sehr häufig im Internet gezeigt werden. Der Begriff der „Tötungsstation“ ist ebenfalls bekannt, und so wollten wir nicht auch noch mit entsprechenden Bildern schockieren. Außerdem wissen wir, dass unsere Seite auch von Kindern und Jugendlichen angesehen wird – schon wegen der Welpen – und finden, dass man Kinder nicht unnötig mit traumatisierenden Bildern konfrontieren muss.

Im Müllsack weggeworfen, dem Tod ausgeliefert
Unser Anliegen ist es, die positive Seite des Tierschutzes zu zeigen und zu demonstrieren, was möglich ist, wenn man selbst eine „Pflegestation“ für Hunde am Ort des Elends aufbaut. Wir holen die Tiere, wo immer sie in Not geraten, direkt zu uns und verhindern, wo immer es geht, dass ein Hund ins städtische Tierheim abgeschoben wird, um dort dann – je nach Laune des Amtstierarztes – nach ca. 10 Tagen unsanft die Todesspritze zu bekommen. Unsere Welpen kommen oftmals aus der Mülltonne, denn man entledigt sich hier junger Katzen und Hunde per Müllsack. Andererseits hält man hier Kastration bzw. Sterilisation für unsinnig und unnötig. Einen Rüden zu kastrieren gilt unter Männern als unmännlich und wird schon deshalb verweigert. Selbst wenn es für den Besitzer kostenfrei ist, weil wir als Verein die Kosten tragen und den Transport zum und vom Tierarzt übernehmen, sind 90% der Leute nicht bereit, den Eingriff vornehmen zu lassen. Ältere Hunde werden oft von Amtswegen ins sog. Tierheim gebracht, wenn ein „Finder“ oder Anwohner sich durch Gebell gestört fühlt. Der Rest der Tiere ohne Besitzer verkommt schlicht und einfach irgendwo auf den Straßen dieses eigentlich so schönen Landes. 

Wo immer es uns gelingt einen herrenlosen Hund von der Straße zu holen, Welpen aus dem Müllsack zu befreien oder Hunde, die verletzt sind, zu retten, tun wir das.

Hunde oder die Katzen werden oft  einfach ausgesetzt oder an einen Baum gebunden im Stich gelassen werden. Wenn allerdings ein Wurf Welpen zum Tierarzt gebracht wird, damit man ihn einschläfert, sollte man auch wissen, dass dies der Gipfel der Qual ist. Welpen bekommen die Todesspritze einfach in den Bauch gerammt, schreien vor Schmerzen auf und gehen dann qualvoll und relativ langsam ein. Wer das auch nur ein Mal gesehen hat, wird es sein Leben lang nicht vergessen. Daher nehmen wir auch wirklich jeden Welpen auf, von dem wir erfahren, dass er sterben soll. Wenn man dann sieht, wie diese kleinen Kerlchen heranwachsen, glücklich sind, herumtoben und vom Rudel aufgenommen werden, dann wissen wir jeden Tag auf´s Neue, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Unser Schwerpunkt sind herrenlose Hunde und Welpen, nicht aber Hunde, die aus Langweile von Besitzern abgeschoben werden sollen, denn wir sind kein klassisches Tierheim. Jeder Besitzer hat selbst die Verantwortung für sein Tier und die nehmen wir ihm auch nicht ab.

Tierschutz ist eine Herzensangelegenheit
Unser Verein versteht sich nicht als „Vermittlungsagentur“, deren oberstes Ziel es ist, möglichst viele Hunde aus diesem Land nach Deutschland zu schaffen. Unser oberstes Ziel ist es, zu allererst einmal Hunden und Katzen ein glückliches Leben zu bieten, sie gesund zu pflegen, aufzuziehen, ihnen individuelle Zuwendung und Liebe zu geben.

Für uns steht immer der einzelne Hund als Individuum im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns. Hier leben die Tiere im Rudel sind frei und glücklich, vor allem aber haben sie ein Zuhause, dass ihrer Art und ihren Instinkten Rechnung trägt. Wir sehen keinen großen Sinn darin, Deutschland ebenfalls mit Hunden zu überschwemmen, nachdem bereits die deutschen Tierheime voll sind, nicht zuletzt auch von „geretteten“ Hunden, die dann nach ihrer Reise doch niemand haben will.

Grundsätzliches
Für uns gehören folgende Dinge untrennbar zum Tierschutz:

  • Tierschutz darf niemals finanzielle Interessen verfolgen und zum Geschäft werden
  • als Menschen treffen wir niemals willkürlich eine Entscheidung über Leben oder Tod und damit über Wert und Unwert eines bestimmten Lebens
  • optimale und sorgfältige medizinische Versorgung eines jeden Notfalls
  • Rudelhaltung in Freiheit statt Zwingerhaltung (mit Ausnahme von zeitweiser Quarantäne bei hochansteckend erkrankten Tieren)
  • keine Massentiertransporte nach Deutschland, 30 Std. im geschlossenen Transporter etc.

Auf diesen Säulen basiert unser gesamtes Denken und Handeln, und damit unterscheiden wir uns doch deutlich von dem, was üblicherweise an sog. „Tierschutz“ im Süden und Osten betrieben wird. Auch nach vielen Jahren und sehr vielen Erfahrungen sind wir immer wieder darüber geschockt, welch unglaublicher Missbrauch unter dem Banner des Tierschutzes betrieben wird. Es ist kaum vorstellbar, dass Tierschützer 2 Tage alte Welpen zu einem Tierarzt bringen, damit sie eingeschläfert werden, „weil es bei einem Baby ja nicht so schlimm sei und große Hunde viel wichtiger wären“. Mancher unserer Hunde, die als Welpen zu uns kamen, konnten wir gerade noch vor dem Schlimmsten bewahren, das ausgerechnet die besonders militanten Tierschützer ihnen antun wollten.

Die gleichen „Tierschützer“ sind es, die in regelmäßigen Abständen 20 bis 30 Hunde in einen Van packen und dann endlose Stunden lang nach Deutschland karren. Dass man mit so vielen Hunden unterwegs nicht Gassi gehen kann, versteht sich von selbst und in welchem körperlichen wie auch psychischen Zustand die Tiere dann ankommen, kann sich sicherlich jeder vorstellen.

Dass Tierschützer ihre Hunde in Zwingern halten, ist üblich, und wir selbst kennen keine einzige Organisation, die ihre Hunde in Freiheit hält und pflegt. Wir fragen uns daher oft genug, wie eine gequälte und oft traumatisierte Seele in einem Zwinger wieder Heilung und innere Ruhe erfahren kann, auch wenn der Zwinger groß und sauber ist, was man voraussetzen sollte.

Sicherlich ist unser Konzept das wohl Schwierigste und auch das Unbequemste, was man im Tierschutz verfolgen kann. Wir leben mit unseren Tieren 24 Stunden zusammen, wir leiden mit den kranken Tieren, trauern um die, die wir leider beerdigen müssen, weil sie zu krank oder zu verletzt sind, Clanführer Rex - vom ausgebildeten Kampfhund zum  liebevollen Führer des Clans.um zu überleben und nehmen erhebliche Einschränkungen in unserem persönlichen Leben und Lebensstandard hin. Wir sehen uns Anfeindungen und Unverständnis ausgesetzt und gehen viele Risiken ein. Letztlich aber sind es nicht nur die positiven Erfahrungen, die uns in unserem Tun bestärken, nein, es ist das, was wir Tag für Tag empfinden, wenn wir unsere „Jungs und Mädchen“ herumtoben sehen, beim Unsinn machen beobachten, kleine Welpen heranwachsen sehen und uns dann bewusst machen, dass eigentlich keines dieser einzigartigen Wesen mehr am Leben wäre, wenn es nach dem Willen Anderer gegangen wäre. Beklemmend ist bei dieser Vorstellung nur, dass wir auch wissen, dass täglich das x-fache an kleinen und großen Kerlchen leidet und sterben muss, weil wir nicht früh genug davon erfahren und unsere Aufklärungs- und Werbearbeit noch nicht weit genug gediehen ist, weil es zu viele taube Ohren und blinde Augen in einem Land gibt, dass sich „zivilisiert“ nennt. Aber wir arbeiten daran, hart und mit klaren Zielen vor Augen. SIE können uns dabei helfen und selbst ein wenig von dem erfahren, was wahres Lebensglück ist.

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(c) Naturschutzprojekt “Leben” e.V.