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Tierärzte und Diagnose

Viele Fälle von in Deutschland vermittelten Hunden machten uns klar, wie wichtig es ist, Hundeeltern Hilfen zu Tierärzten und Diagnoseverfahren an die Hand zu geben.

Wie also findet man den richtigen Tierarzt, worauf kommt es an und wie kommt man zu einer 100%igen Diagnose, die einen dann auch zu Entscheidungen führen kann?

Das Grundproblem
Im Gegensatz zum Humanmediziner muss der Veterinär ALLES wissen und ALLES können. Vom Vogel über die Schildkröte, zum Kaninchen, der Katze und dem Hund muss er unterschiedlichste Physiologien drauf haben und kennen. Wie soll das gehen? Eine wirkliche Spezialisierung kann es zwar auch bei Tierärzten geben, aber sie sind nicht üblich, letztlich auch wegen eines engen Marktes. Kein üblicher Tierarzt kann es sich leisten zu sagen: „ich mach nur Hasen oder ich mach nur Katzen oder ich mach nur Reptilien“. Ausnahme sind evtl. Pferdeärzte, die sich eben auf Pferde spezialisiert und ein entsprechend finanziell potentes Klientel haben.

Der Humanmediziner spezialisiert sich und selbst wenn er als allgemeiner Hausarzt agiert, hat er es nur mit einer Spezies zu tun, dem Menschen. Hat er ein Problem, dass über eine Erkältung hinausgeht, überweist er zum Spezialisten.

Bei Tierärzten ist das alles anders und dennoch auch möglich. Natürlich gibt es Kliniken, in denen jeweils Spezialisten arbeiten und auch ein passender Gerätepark zur Verfügung steht.

Was kann man tun?Suchen Sie, bis Sie den RICHTIGEN Tierarzt gefunden haben.
Entscheidend für alle Hundebesitzer ist, dass sie sich im Vorfeld umhören, umsehen und checken, wo sich so eine passende Klinik findet. Hat man erst einmal das Problem auf dem Tisch, ist es meist zu spät, das passende Ärzteteam zu finden.

Es ist so wichtig, eine medizinische Umgebung zu haben, in der ALLES gecheckt werden kann UND alles in einer Hand bleibt. Nur wenn Spezialisten sich kennen und Hand in Hand arbeiten, kann es was werden.

Diagnose
Was in der Humanmedizin selbstverständlich ist, ist bei den Tierärzten noch lange nicht selbstverständlich: eine 100%ige, abgesicherte Diagnose. Sätze wie: „Ich denke mal, dass es die Krankheit XY ist“, oder noch besser: „glauben Sie mir, ich hab Erfahrung, das muss man nicht röntgen, das ist so“ u.v.m. kommen aus dem Gruselkabinett der Diagnostik.

Diagnostik, aber wie?
Eine Klinik, die geeignet ist, sollte eine bestimmte Ausstattung haben und die dazugehörigen Fachärzte. Logisch - für Impfungen oder eine eingewachsene Wolfskralle reicht auch der normale Tierarzt.

Wichtig ist, dass eine Klinik über MRT und CT verfügt und Leute, die das lesen können.

3D Ultraschall ist ebenso wie 3D Röntgengerät eine wirklich tolle Sache, hat aber noch nicht jeder. Wer´s hat, super, den sollte man nehmen, denn dann ist die Gefahr einer Fehldiagnose geringer.

Ein hauseigenes Labor ist ebenfalls wichtig, denn man muss die wichtigsten Blut- und Urinwerte sofort zur Verfügung haben und nicht erst nach 2 Tagen aus dem externen Labor. Oft müssen die Werte mehrmals am Tag bzw. täglich überprüft werden, um zu sehen, wie stabil ein Hund ist. Dazu gehört auch eine 24-Stunden-Betreuung. Es nutzt nichts, wenn der Hund oder die Katze in der Klinik liegt, der Doc abends um acht zusperrt und morgens um neun wieder auf, während der Hund/die Katze halb im Koma liegt.

Wichtig ist, dass man IMMER darauf besteht, eine schriftliche Diagnose, also einen Bericht zu bekommen, sich ALLE Röntgenbilder und Blutbilder etc. aushändigen lässt und die Unterlagen selbst parat hat. Logisch, dass man sie dann immer wieder mitbringt, wenn man zur Klinik muss.

Schlimm ist es auch nicht, wenn man nachfragt, welche Ärzte in der Klinik auf was spezialisiert sind und was genau sie bisher gemacht haben. Grob muss man die Bereiche:

  • Innere Medizin
  • Orthopädie, Chirurgie
  • Neurologie, Neurochirurgie

unterscheiden.

Neurologen und Orthopäden brauchen jedenfalls die o.a. Geräte, aber eher keinen Ultraschall, während der Internist ohne Ultraschall nicht arbeiten kann. Genau genommen sollte jeder Tierarzt mindestens einen Ultraschall haben.

Soweit es um Knochenangelegenheiten geht, ist die Frage nach einer geeigneten Physiotherapiepraxis zwingend notwendig. Egal ob Beinchen, Becken oder Wirbel gebrochen sind, ohne Physiotherapie ist wenig gewonnen, egal wie gut operiert wurde.

Unzufrieden bleiben?
Man sollte sich nie und nimmer mit nebulösen Diagnosen zufrieden geben, die mit einem herzhaften: „Glauben Sie mir ...“ beginnen. Eine Diagnose hat immer eine Basis, die man gezeigt bekommt und anhand derer der Tierarzt erklärt, was vorliegt. Also Blutbild, Ultraschall, Röntgen, etc. Gibt er das schriftlich ab, um so besser. Also immer nachfragen und vor allem fragen, worauf die Diagnose basiert. Mit einem „wahrscheinlich“ darf man nie zufrieden sein, denn dann passt „wahrscheinlich“ auch die Therapie nicht.

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(c) Naturschutzprojekt “Leben” e.V.